Hoch.Sensibilität & Traumata - Intensives

Was ist ein Traumata?

Einige gehen davon aus, dass ein Unfall, eine Operation, eine Trennung, ein Verlust, gewaltsame Begegnungen ein Trauma begründen. Es kann auch ein Satz, eine Beurteilung sein... die Konsequenzen hat.

Am besten definiert das, was ein Trauma ist, folgendes Bild:

 

Eine bekannte Persönlichkeit wird von einem Fotojäger /Paparazzi  beobachtet; er macht Fotos von sehr persönlichen, ureigenen Bereichen und er verletzt in dem er das tut, den persönlichen, intimen Schutzraum. In der heutigen Zeit scheinbar legitimierter - schneller - durch die Medienstrukturen als früher.

Dennoch kennt jeder die "übergriffigen" Freunde, die alles besser wissen und können; nur nicht im eigenen Leben gesund und wohlfördernd zu wirken. Es können Mütter wie Väter Lehrer, Ausbilder, Trainer, Rechtsanwälte, Ärzte ...sein,  ganz normale Menschen, die grenzverletzend handeln, reden und denken. Auch weil "wir" das so gewohnt sind, Entscheidungen "mal so ganz einfach für andere zu treffen" und damit zu bestimmen was Wert hat.

 

Für Hoch.sensible heisst das dann: " was du schon wieder wahrnimmst, oder du hörst ja das Gras wachsen" und vieles mehr. Das kennen Jungs wie Mädchen und auch als erwachsener Mann oder erwachsene Frau "eckt" mann/frau an, wenn sie genau dieses "Gras" wachsen hört.

 

Hat das Blitzlichtgewitter des Paparazzis uns erfasst, so hängt diese Erfahrung im Gehirn oder in den Körperzellen des Betroffenen und diese  unangenehme Erfahrung von gleisend hellem Licht bewirkt, Gefühle von Hilflosigkeit, einem Tzunami an Emotionen aus: Wut (rage), Ausser-sich-sein, zu tiefst berührt bis verwirrt, nicht-hier-sein-wollen/können.

 

Ein In-Sich-ankommen oder Zur-Ruhe-Kommen ist wichtig und die Zeit die Informationsflut auseinander zu nehmen und zu zu ordnen.

 

Hoch.sensible fragen oft: 

Warum MUSS ich das Erlebte sortieren?

Warum immer  ich?

Warum bietet das Leben Erfahrungen und Themen, die einfach durch Verdrängen oder auch Psychopharmaka, Alkohol /Drogen für andere - Normalwahrnehmende - händelbar sind?

 

Kompentstationsstoffe kann ein Hoch.sensibler schlechter bis gar nicht nehmen, da sonst die Peilung im Alltag verloren geht- und er/sie eher einem gestrandeten Wal gleicht,  der dann ganz viel Zeit und Unterstützung durch sich braucht, wieder ins eigen Element zu kommen.

Ein Glas Wein zu geniessen, ist für einen Hochsensiblen etwas ganz anderes als sich mit Drogen/Medikamenten wegzubeamen.

 

Für sehr emphatische Menschen heisst das sie "vergiften" den Körper und haben dann die Herausforderung, das Giftige abzubauen - mental, emotional und körperlich. Sich klar aus auseinanderzusetzen mit erst mal unangenehmen Themen ist der einzige Weg. DAs macht zornig, den der Versuch oder die Erwartungshaltung "normal" zu sein, scheitert, erneut. Nur hat

dieses Scheitern eine ganz andere Basis. Es ist ein automatischer - wesen.t.licher - Schutzimpuls, der greift aus einer tiefen inneren Ebene oder einer Art natürlichen - göttlichen Weisheit, die einfach durchdringend greift.

 

Ich kenne diese Erfahrung selbst - dass heisst ich habe unschöne Situationen im Leben erlebt, dennoch ging irgendwie immer das Ganze irgendwie gut aus (anders als gedacht, dennoch im Nachhinein immer auch trotzdem irgendwie richtig).

 

Hoch.senible sind fragil -in dem Sinne, dass sie vergleichbar einem Enzian wirklich sehr empfindsam, telepathisch im wahrsten Sinne des Wortes, alles simultan erfassen. Ich führe hier zwei wichtige Begriffe für die Traumata-auflösende Arbeit ein:

Fragilität ist Zartheit, Zerbrechlichkeit, Verletzbarkeit.

Anti-Fragilität ist die erworbene Fähigkeit mit den Erfahrungen aus Zartheit, Zerbrechlichkeit und Verletzbarkeit um zu gehen und daraus eine neue Lebensgestaltung zu entwickeln. D.h. Selbstbehauptung entwickeln und alltäglich trainieren; eine gesunde Naivität/ Intuition im Sinne von Natürlichkeit entwickeln. Abgrenzung im Sinne eines gesunden Narzissmus (für eigene Ziele und Wünsche denken & handeln); Pausen mit Rückzugsphasen plus Gemeinschaftsphasen mit Menschen im Alltagsleben ausgewogen gestalten. Gerade letzteres bedeutet vom Überleben ins Leben kommen und dort einfach SEIN.

 

Was hat das mit dem Paparazzi zu tun? Ein Übergriff ist ein Eingriff in das Leben - egal in Wort oder Handlung!  Es zeigt dem Betroffenen, dass er berührbar und verletzlich ist bzw. in welchem Bereich. Hier muss der Betroffene in der Folge zum einen die Verletzung heilen und dann weiter gehen zum anderen neue Grenzen zu setzen.

In der Traumata -Auflösenden Arbeit muss unbedingt auch darauf geschaut werden was sind die Ressourcen, die ein Betroffener mitbringt. Und was hat er dadurch auch gelernt? Welche Fähigkeiten von sich selbst hat er nicht gekannt- vorher? Dazu gehört auch die Vulnerabilität/Verletzbarkeit wie die detaillierte Empathie bei Hoch.Sensiblen!

Ihr stehen Lernfähigkeit - neue Profile  zu erkennen, Innovation und eine Form von innerer Weisheit gegenüber. Diese innere Weisheit ermöglicht, künftig bestimmten Menschen aus dem Weg zu gehen; andere neue wohltuende Menschen ins Lebensfeld zu ziehen. Doch dazu ist es wichtig, dass der Hoch.sensible unterscheiden lernt, Mut entwickelt Menschen und Situationen zu verlassen, die ihm nur Schwere ins Leben bringen. (Wieder) Leichtigkeit im eignen Leben zu finden ist wichtig.

 

Das Leben von Hoch.sensiblen Menschen ist intensiv, facettenreich, alles andere als langweilig - auch Introvertierte sind im Innenleben so reich und bunt, dass es nach Aussen im "Leise Sein" kaum wahrnehmbar ist. Extroverierte sind "lauter". Über die Vielfältigkeit ihrer Reflektionsfähigkeiten und der unkonventionellen Art-und-Weise, Themen dann zu verknüpfen, gehen Hoch.sensible Erwachsene wie Kinder anders an.

 

Ein Beispiel; Trauma - Tod mehrere Familienmitglieder;

 

Mein Coachee Fred  (Name ist geändert!) ist Witwer und lebt seit mehr als 3 Jahren  in tiefster Verzweiflung lebte. Seine Frau, sein Sohn, sein Hund sind bei einem Unfall ums Leben gekommen.  Er arbeitet  in einem Konzern, der ihn immer wieder an andere Orte schickt. Seine 12jährige Tochter lebt beim Großvater und Fred nimmt das kaum wahr.

Durch das laufende Coaching eröffnet sich ihm eine Situation sein Trauma des Verlustes positiv zu balancieren: er träumt Tage nach einer Coaching-Sitzung, dass er seine verstorbene Frau, seinen verstorbenen Sohn und die auch mittlerweile verstorbene eigene Mutter sieht.  Sie stehen freundlich winkend auf der anderen Seite eines riesigen dunklen Sees und er steht am Ufer; eigentlich auf festem Grund-und- Boden. "Es" zieht in buchstäblich hinein in diesen See aus Trauer und Verzweiflung. Da reisst ihn ein Arm zurück; er spürt im Traum den Ruck! Und er hört die Stimme einer Frau, die für ihn wie ihm plötzlich auch klar wird, eine Bedeutung hat. Er entscheidet sich, sich dem Leben zu zuwenden. Und weiss nun, dass der Teil seiner Familie, der nun an einem anderen Platz ist, auch in Frieden ist. Dieser Friedensimpuls ist wichtig in einer traumatischen Situation.

 

Hätte Fred das anders entschieden, mit Drogen oder anderen Kompensierenden Handlungen, wäre der "gute" Abschied ausgeblíeben und eine wirklich neue Basis würde fehlen. ER hat noch einen Weg vor sich, seiner neuen Partnerin wie sich selbst Raum und Zeit zu geben, neue Erfahrungen der Gemeinschaft zu machen, die Tochter auch wieder in das nahe Zusammenleben zu integrieren. Er hat den Job gekündigt, um genau diese Verbindungen neu zu beleben und vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben wirklich bewusst zu gestalten.

 

Durch das plötzliche, unerwarteteTraumata des Verlustes, der Todes mehrerer Familienmitglieder  hatte Fred wichtige vertraute Elemente verloren und das Ausmass dessen zu zulassen, ist wichtig - wie fragil ist eine Lebenssituation? Ein Leben? und wie wird es durch diese Erfahrungen, neu lebenswert? Wie entsteht ein neues gesundes Gefüge? Neues Vertrauen & Vertrautheit?

Herausforderungen, die gerade Hochsensible eben auch wirklich alleine wieder entfalten müssen/dürfen um mit eignem Bewusstsein im leben zu stehen. Dieser Weg ist immer allein verantwortlich & fürsorglich für sich selbst zu gehen. Das kann nur durch Team von Coaches, Therapeuten, ganzheitliche Mediziner & Heiler begleitet werden... das wichtigste ist, DU gehörst zu diesem Team!

 

Bist DU bereit, DEIN Leben für dich liebevoll und selbstfürsorgend, selbstverantwortlich zu gestalten? Willst DU dazu einen Lotsen/Coach? Dann nimm Kontakt auf... Cornelia Rosina Wunder - Coach & Autorin für Hoch.Sensibilität & sensible Themen

 

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