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Hoch.Sensiblität & Transgenerative Themen

Was ist transgenerativ? Generationsübergreifend?"

Da wir alle eine Herkunftsfamilie haben und Ahnen, stehen wir unweigerlich in Linien unserer Eltern und damit in Herausforderungen, herauszufinden, was unser eigenes Leben wirklich betrifft und was von Vergangenem wirkt. Wo wir neu gestalten müssen, um " frei" zu sein?! Und wo wir etwas gesund für unser Leben abgrenzen dürfen, weil es in der Verantwortung anderer liegt...

 

Wir leben in einer Zeit, in der wir uns selbst verantwortlich, dafür wie unser Leben läuft mit unseren Fähigkeiten und Erfahrungen auseinandersetzen müssen.

 

Was in der Vergangenheit funktionierte: alles was uns nicht passt oder ins Selbstbild passt, wird weggeschoben, das funktioniert nicht mehr.

 

Dazu gehört auch die Tatsache, dass Themen unserer Eltern und Ahnen mit in unser Leben hineinspielen und unseren Erfolg, unser Glücklichsein, beeinflussen - negativ wie positiv.

 

Ein Beispiel: die Kriegsgeneration hat erfahren wie es ist nichts zu essen zu haben, also lernten sie viel zu essen wenn viel da war. Die Kinder dieser Generation und auch die Enkel- und Urenkel-Generation, bekommen oft zu hören, dass sie alles aufessen sollen, ohne ein eigenes Essbedürfnis zu entwickeln und haben dann Essstörungen. Besonders kompliziert ist es, wenn ein leergegessener Teller mit der Aussage verbunden ist: " dann bist du ein braves Kind". Jedem Leser ist klar, was dann passiert, das Kind ist ständig im Konflikt zwischen Hunger & Übersattheit, Geschmack & Ekel, dem guten Gefühl sich selbst ernst zu nehmen & der Tatsache abgelehnt oder geliebt zu sein, wenn es der Aufforderung entspricht - fatal; ein Hamsterrad.

 

Es gibt mehrere Hamsterräder, die beruflichen Erfolg steuern, das Leben als Mensch, als Frau, als Mann (Rollenverhalten), Liebesbeziehungen, Kind (Sohn/Tochter).Sein, Berufsrollenbilder & Verhalten, die MeToo- Erfahrungen von jeglichem Missbrauch und vieles mehr.

 

Zum Glück sind wir im Leben nicht alle den hässlichen Erfahrungsfeldern ausgeliefert; dennoch kann ein sexueller missbrauch einer Urgroßmutter, Großmutter, Mutter oder Tochter in der ganzen Familienlinie unsichtbare und dennoch wirksame Spuren hinterlassen.

Diese können bei Hochsensiblen Menschen wirken, sich zeigen im Alltagsleben, ohne dass sie wirklich einen Bezug herstellen können.

 

Dann brauchen sie ein Coaching, das sie stärkt und zugleich in die Ahnenlinie heilsam wirkend - transformativ- einwirkt,  um im persönlichen leben vorhandene Defizite und Hindernisse/ Schwierigkeiten zu balancieren.

 

Für Männer ist so ein Phänomen, sensibel zu sein und als Mann abgewertet zu werden; sie auch oft gezwungen sind der Oberflächlichkeit zu folgen nach dem Motto: "mein Auto, mein Haus, meine Frau".

Nur diese Oberflächlichkeit führt zu Selbstaufopferung, Selbstverleugnung und falschem Spiel. Dazu gehört umgekehrt, dass sensible Frauen  als kindlich oder naiv oder hysterisch bewertet werden. Wobei männliche Künstler noch eine gewisse gesellschaftliche Wertschätzung mit Abenteurlichkeit erfreuen. Bei Frauen ist das oft schwieriger, da hier grundsätzliche Informationen wirken, die Frauen bewusst unterdrücken auch heute noch, anstatt ihre vollständige Souveränität (an)zuerkennen. Und sie dann als verfügbare Ware gehandelt werden; wobei dieser übergriffige Versuch dann berechtigt scheitert.

 

Die Vorstellungs- und Erfahrungswelt der Menschen, die vor uns gelebt haben, schwingt also mit in unserem Lebensalltag, ihre Verletzungen genauso wie ihre Beschlüsse, die sie getroffen haben und der jetzigen Generation hilft dann auch gut, sich die Themen, das Scheitern wie die Erfolge anzusehen, wie sie entstanden sind und was dieser jetzt lebende Mensch verändern kann für sich und die Auswirkungen von denen er beeinflusst sein kann.

 

Transgenerativ, generationsübergreifend kann auch ein kollektives, kulturelles Thema sein, das in einem Coaching verändert werden kann.

 

Es ist wichtig für Hoch.sensible Menschen diese Themen, Tabus und Folgen auszupacken, sichtbar zu machen, um so eine neue Basis zu erschaffen - auch für Kinder, die sie evtl. haben.

Diese Freiheit von Belastungen ist ein verantwortliches Handeln für sich selbst und die eigene Familie.

 

Ein Beispiel anderer Art: im Coaching war ein Mann, dessen Enkel, gerade geboren, im ersten Halbjahr immer wieder an Lungenentzündung erkrankte. Die Lunge steht für  Kommunikation, eine Entzündung für Wut & unterdrückten Mut; er konnte sich das nicht erklären bis wir feststellten über eine Systemische Aufstellung, dass seine Frau, die Großmutter, des Babys, einen Konflikt mit ihrer eigenen über 90jährigen Mutter hat. Sie ist der Dominanz dieser Mutter selbst nie entwachsen, wütend und musste erleben, dass ihre Tochter die Fähigkeit zu Zivilcourage entwickelte und damit auch in Auseinandersetzungen sich selbst sicher war; all das fehlte dieser Oma. damit war die Kommuniktionsfähigkeit der gesamten Familie ständig auf "wackeligen Beinen", weil sie Frau in der Folg nur herrisch-befehlend reden konnte anstatt beherzt.

Das Coaching des Mannes endete, nachdem er begriff, dass er die Verantwortung seiner Frau, sich zu entwickeln und wahrhaft adult (erwachsen), alles andere als tragen konnte. Sie ist leider beratungsresistent und schadet mit diesem Verhalten der gesunden Entwicklung der  Familie.

Und so muss diese mangelhafte Kommunikationsfähigkeit durch ein anderes Familienmitglied sichtbar gemacht werden auch unter der Beibehaltung des ausbleibenden Entwicklung der Großmutter; die nächste und übernächste Generation muss diesen Konflikt irgendwann balancieren und heilen.

 

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